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Stimmigkeit Stimmig werden, bedeutet zur Authentizität zu finden. D.h. vollkommen man selbst sein und deshalb jedes von außen Auferlegte, Erwartete, Gemachte hinter sich zu lassen. Einen Leitfaden zur Stimmigkeit stellen die 5 Freiheiten von Virginia Satir dar (siehe Menschenbild).
Stimmigkeit kennt kein objektives Maß, keine Beurteilung, denn sie ist ihrem Wesen nach zutiefst subjektiv, individuell, unteilbar. Das Wissen um die eigene Stimmigkeit kann einen Menschen befähigen, sich gegen den Strom zu stellen, die eigenen Überzeugungen auch in schwierigsten Situationen gegenüber anderen zu vertreten, sich nicht normieren oder vereinnahmen zu lassen.
Ein stimmiger Mensch ist für andere erkennbar, er ist präsent in einer Weise, die sich anderen spürbar mitteilt. Er wirkt außerordentlich kraftvoll, denn er ist kongruent mit seinem wahren Selbst.
Lebendigkeit Bedeutet nicht nur mit allen Sinnen wahrnehmen, sondern darüber hinaus alle Dimensionen zu leben: körperlich, geistig, emotional und spirituell. Vergleiche ich dies mit einem Haus mit seinen Räumen, dann rege ich an, dass wir alle Räume betreten sollten, sei es auch nur, um den ein oder anderen nur mal kurz durchzulüften. Wer selbst lebendig ist, ist mitfühlender. Lebendigkeit ist die Grundlage für Achtsamkeit.
Das Gefühl des Gelingens Denkt man an eine erfolgreichen Menschen, dann wird wird man unweigerlich an das monatlich verfügbare Geld, an Kleidung, an ein Auto, eine Position etc. denken. Erfolg messen wir häufig an äußeren Dingen. Mit der Zeit gewöhnt man sich an diese äußere „quantitative“ Lebensausstattung. Dies und die Angst zu versagen erfordert eine ständige immerwährende Erneuerung des Erfolgs und damit äußeres Wachstum. Diesen Regelkreis kann man durchaus als Erfolgsfalle bezeichnen, in der bereits kleinen Abweichungen nach unten zur Depression führen.
Und schon der Volksmund sagt: „Erfolg allein macht nicht glücklich!“ Aber was macht denn nun glücklich?
Der Unterschied der hier den Unterschied macht, ist der Blickwinkel. Erfolg ist eine Außensicht während das Gefühl des Gelingens von innen kommt.
Gelingen ist nicht ein Ausdruck von Leistung und Erfolg, sondern eine innere Stimme oder (Zu-)Stimmung. So kann etwas gelungen sein, auch wenn es nicht erfolgreich war und umgekehrt. Es hat somit auch etwas mit der oben zitiierten Lebendigkeit zu tun, dem Zugang zu unseren Emotionen und der Spiritualität. ******************************************************************* “Das ist mir wahrhaftig gelungen!” Der Geschäftsführer eines Konzerntochterunternehmens verantwortlich für weltweite Weiterbildung des International Board of Directors verdiente sehr gut, hatte einen Dienstwagen der Luxusklasse, den er auch privat nutzen konnte, war gesellschaftlich anerkannt und geschätzt. Es kam die Zeit, da er ein Familie mit Kindern hatte. Und so oft er auch „Erfolg“ hatte, fehlte ihm etwas. Es war nicht nur die Familie, die ihm aufgrund der erfolgs- und dienstreisebedingten langen Abwesenheitszeiten von Zuhause fehlte. Er war auch über seine Arbeit unglücklich, auf der er schon lange nicht mehr das von ihm selbst gewünschte realisieren konnte.
Nach einigem Nachdenken wagte er die Neuorientierung. Seit einigen Jahren ist er Rektor einer Walldorfschule und ... glücklich. Obwohl er weniger verdient und sich sozial wesentlich stärker engagieren muss, sagt er: “Ich habe jetzt ein gutes Gefühl, ja, das ist mir wahrhaftig gelungen!”
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